Pilger-Tagebuch
Mein stiller Abschied von meiner geliebten Elke
01. Juni bis 20. Juli 2024
1.070 km und 19.000 Höhenmeter in 39 Tagen.
Nach dem Tod meiner Frau Elke Schark, wanderte ich zu Fuß von Kärnten (Österreich) nach Rom. Erleben Sie diese spirituelle und emotionale Reise in diesem Tagebuch gemeinsam mit mir.
Ich habe schon unzählige viele Erfahrungen gemacht, gute und weniger gute, aber der schlimmste Tag in meinem Leben war die Diagnose bei meiner geliebten Elke, Anfang Juni 2022, Lungenkrebs im Endstadium. Es begann ein Weg der Hoffnung, aber vor Allem ein beschwerlicher und manchmal sehr trauriger Weg des Begleitens und des fortlaufenden Abschieds. Elke hatte keinen Funken Angst vor dem Tod. Sie war nur traurig, dass sie Ihre Familie, Kinder, ihren Enkel und mich viel zu bald verlassen muss.
Am 04. Oktober 2023 ist meine große Liebe, nach fast 39 gemeinsamen Jahren, im Kreise der Familie von uns gegangen. Sie hat uns viel hinterlassen, vor Allem den Glauben an eine Zukunft, ein Wiedersehen und den Tod nicht fürchten zu müssen.
Sie wollte keine Trauerfeier, sondern wünschte sich eine «Abschiedsfeier mit Familie und Freunden am Meer, am Lido di Ostia, neben unserer geliebten Stadt Rom». Ein Teil ihrer Asche sollten wir im Meer verstreuen.
Mein Versprechen an Elke war, dass ich «einen Teil Ihrer Asche zu Fuß nach Rom trage», um in mich zu kehren und meinen Abschied in der Stille zu suchen. Es waren 6 Monate Vorbereitung, Training und viele Therapien für meine chronisch erkrankte Achillessehne am linken Fuß.
Am 01. Juni 2024 bin ich von Kärnten aufgebrochen und in 39 Wandertagen, 1 Tag für jedes gemeinsame Jahr, die Strecke von 1.070 Kilometer und 19.000 Höhenmetern nach Rom und weiter nach Frascati gegangen.
Für mich waren die ersten Monate nach Ihrem Tod nahezu unerträglich, voller Schmerz, jedoch hat mich mein Training für die bevorstehende Wanderung und mein Versprechen zu erfüllen, motiviert. Das Ziel war am 01. Juni 2024 von Finkenstein am Faaker See aufzubrechen und ca. 1.000 Km nach Rom und Frascati zu gehen.
Ich hatte mein Ziel und mein Versprechen an Elke vor Augen den ganzen Weg zu absolvieren, egal mit welchen Schmerzen er verbunden ist. Nach 39 Wandertagen bin ich am Ziel angekommen – ein Fußmarsch von 1.070 km, 19.000 Höhenmeter (lt. Navigation), täglich bis zu 10 Stunden und bis zu 35 km mit 1.200 Höhenmeter, bei Temperaturen bis zu 40 Grad.
Am 10. August 2024 haben ich wie versprochen eine Abschiedsfeier am Lido die Ostia bei Rom organisiert. Im Kreise meiner Familie und mit Freunden haben wir einen Teil der Asche von Elke im Meer verstreut, jeder für sich selbst aus einem kleinen Schmetterling.

„Es ist nicht das Ende der Welt, sagte die Raupe ….
es ist erst der Anfang, sagte der Schmetterling.“
Aus diesem Grund entstand ein Lied für Elke.
Ein Lied des Abschieds, der Dankbarkeit und der Liebe.
Es soll an Elke erinnern, an unsere gemeinsame Zeit und an die tiefe Verbundenheit, die über den Tod hinaus bleibt.
Mein Reisetagebuch
Auf meinem 1.070 Kilometer langen Fußmarsch habe ich das ganze Friaul, Venezien und die Emilia-Romagna durchquert, bin dann über alle Hügel der Toskana und Latium nach Rom und Frascati gegangen.
Meine Reiseroute
Finkenstein am Faaker See – Arnoldstein – Camporosso – Pontebba – Carnia – San Daniele – Arzene – Pordenone – Oderzo – Trevisio – Camposampiero – Abano Therme – Solesino – Rovigo – Ferrara – Malalbergo – Bologna – Badolo – Madonna dei Fornelli – Sant Agata – San Piero – Olmo – Florenz – San Casciano in Valdi di Pesa – San Donato in Poggio – Castellina in Chianti – Siena – Lucignano d’Arbia – Buonconvento – Bagno Vignoni – Bagni San Filippo – Radicofani – Acquapendente – Bolsena – Antica Sosta / Viterbo – Cura – Sutri – Campagnano di Roma – La Giustiniana – Rom / Petersplatz – Frascati
Samstag, 1. Juni
Von Finkenstein nach Arnoldstein
Meine Familie kam zur Verabschiedung nach Kärnten. Ich war etwas traurig, da ich wusste, dass ich sie bis zur Ankunft in Rom nicht mehr hören würde. Ich wollte den Weg in der Stille beschreiten. Es war ein regnerischer Beginn. Die Ferse tut weh, auch die Zehen schmerzen. Der Tag beginnt und endet mit Regen.
Sonntag, 2. Juni
Arnoldstein nach Camporosso
Es war eine schöne Wanderung im Sonnenschein mit wenigen Wolken. Ich bin um 11:20 Uhr über die italienische Grenze gegangen. Noch war schönes Wetter. Die letzten Kilometer waren ein langsamer Weitermarsch da die Ferse schmerzt. Ich bin um 16.30 Uhr in Camporosso angekommen. Am Abend war wieder starker Regen.
Montag, 3. Juni
Camporosso nach Pontebba
Es regnet und es ist kühl. Die Ferse schmerzt und es kommen auch noch ein paar Blasen dazu, 2 am linken, eine am rechten Fuß und eine auf der rechten großen Zehe. Mein Rücken und meine Beine sind kräftig, aber das Gewicht des Rucksacks belastet meine geschwächte Ferse.
Dienstag, 4. Juni
Pontebba nach Carnia
Die Blasen habe ich nicht aufgestochen, in der Hoffnung, dass alles besser wird. Die heutige Etappe von Pontebba nach Carnia wird länger, 28 km. Das Wetter ist gut und ich steige auf meine ECCO-Sandalen um. Es fühlt sich an wie ein Traum. Ab jetzt keine geschlossenen Schuhe mehr. Am Tag war es heiß und schwül und am Abend wieder Regen.
Mittwoch, 5. Juni
Carnia nach San Daniele
Heute ist meine erste lange Etappe von Carnia nach San Daniele, 36 km mit Sandalen. Es ist der erste durchgehend sonnige Tag und sehr warm. Eine Route über die vorgelagerten Berge, die ersten und letzten wirklichen Höhenmeter vor dem Apennin. Am Abend habe ich große Schmerzen, auch noch eine starke Nagelbettentzündung und einen beschädigten Zehennagel. In der Nacht leider wieder Regen.
Donnerstag, 6. Juni
San Daniele nach Arzene
Die große Zehe schmerzt stark. Abmarsch zu einer Apotheke, Antibiotikasalbe, Blasenpflaster, etc. organisieren. Einige Wege haben heute nicht funktioniert. Die Flüsse führten zu viel Wasser für eine Überquerung. Meine Kondition war sehr gut, die 15 Kg am Rücken spürte ich fast nicht. Es taten nur die Blasen, meine Problemferse und die Nagelbettentzündung weh.
Freitag, 7. Juni
San Daniele nach Pordenone
Die Navigation zeigt mir eine falsche Route. Am Ende war Schluss und ich musste einen Umweg gehen. Ich habe viel Wasser benötigt und es ist mir zu bald ausgegangen. Am Ende 15 km musste ich ohne Wasser bei 29 °C, mit 14 Kg am Rücken gehen. Heute habe ich zum ersten Mal eine Nachricht (WhatsApp) an meinen Sohn Christopher gesendet, dass Alles in Ordnung ist.
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Samstag, 8. Juni
Pordenone nach Oderzo
Es gibt seit einer Woche jeden Abend bzw. Nacht Gewitter und Regen. Der heutige Weg war sehr anstrengend. 29 °C, schwül, dafür wenig Sonne und mehr Wolken. Das erste Mal mit ein wenig Schmerzen im Rücken, an der Hüftmuskulatur und natürlich an meiner Ferse. In meinen Gedanken bin ich jeden Tag über viele Stunden in der Erinnerung an meine Elke versunken. Es gibt auch Zeiten wo einfach Tränen über meine Wange laufen.
Sonntag, 9. Juni.
Oderzo nach Treviso
Ich brauche Heute etwas mehr Zeit für die Pflege und Vorbereitung meiner lädierten Füße – tappen, Blasen aufstechen und dehnen. Heute ist es nicht besonders sonnig, leicht bewölkt, warm und trotzdem extrem Schwül bei bis zu 32°C. Gut zum Gehen! Zwischendurch war immer ein wenig Regen und Gewitter. Trotz 8 Stunden bin ich nicht wirklich müde, seltsam. Ich bin einfach nur traurig, dass ich die Stimme von Elke nicht hören kann.
Montag, 10. Juni
Treviso nach Camposampiero
Ich gehe den Rad- und Landweg von Treviso in Richtung Ostiglia. Das ist die längste Baum-Allee, welche ich jemals gesehen habe, 20 Kilometer mit Bäumen. Seit ich den Alpe Adria Weg vor 7 Tagen verlassen habe, habe ich keine Touristen und Radfahrer mehr gesehen. Den einzigen Pilger, welcher mir untergekommen ist, war ein Italiener nahe Gemona, auf dem Weg Richtung Norden, nach Tarvisio. Ich bin vollkommen Alleine mit meinen Gedanken.
Dienstag, 11. Juni
Camposampiero nach Abano Therme
Meine erste Pause nach 20 km ist in Padua. Es ist „massiver Regen“ und ich bin vollkommen durchnässt. In einem Café ziehe ich meine nasse Kleidung um. Ab Padua war es wieder trocken. Ich bin in den letzten 11 Tagen fast 300 km gegangen. Auf den gesamten Pilgerwegen, wie Rome Strata, Antonius, etc. ist mir nur 1 einziger Pilger untergekommen. Ich frage mich immer warum so wenige Pilger sind, seltsam?
Mittwoch, 12. Juni
Heute ist mein erster freier Tag in der Abano Therme. Ich brauche 1 Tag Pause und lasse es mir gut gehen mit Thermen, Essen, Massage. Es ist ein gutes Gefühl ohne Rucksack durch die Stadt zu spazieren. Es fühlt sich an wie ein wenig Urlaub und Elke fehlt mir extrem.
Donnerstag, 13. Juni
Aberno Therme nach Solesino
Den Füßen geht es heute relativ gut. Die neuerliche Punktion der Blasen von gestern hat Erfolg gebracht. Ich folge dem Camino San Antonio und Romea Strata. Es gibt viele kleine Dörfer an einem Kanal. Solesino ist ein wirklich schöner Platz mit einem top Restaurant. Habe mit dem Chef gesprochen und ich kann auf dem Bootssteg am See schlafen. Das ist meine erste Nacht draußen, ohne Regen.
Freitag, 14. Juni
Solesino nach Rovigo
Ich bin um 5:30 Uhr munter geworden. Der Lärm einer großen Menge von Zugvögel am See hat mich geweckt. Die Sonne war noch nicht aufgegangen. Mein Schlafsack und die Unterlage waren vollkommen nass. Heute war ein mühsamer Wandertag. Ich bin trotz Navigation einige Male angestanden und musste zurückgehen. Die Füße haben geschmerzt, auch zwischen den Zehen. Man glaubt gar nicht, wo man überall Blasen haben kann. Am Abend habe ich wieder Alle aufgestochen und versorgt.
Samstag, 15. Juni
Rovigo nach Ferrara
Ich bin meistens dem „Pilgerweg Camino di Sant Antonio“ gefolgt. Es waren sehr viele Feldwege, aber auch Straßen. Das Wetter war extrem heiß und schwül. Es ging fast 20 km auf dem Damm entlang des Po. Ich hatte die letzten 15 Km einen Riesenhunger und auch das Wasser war schon seit 10 Km aus. Der Weg war sehr ruhig und einsam. Die Stille gibt mir viel Zeit zum Denken aber macht mich manchmal sehr traurig. Ich vermisse meine Elke sehr!
Sonntag, 16. Juni
Ferrara nach Malalbergo
Ich durchquere Ferrara. Neben dem Dom hat mich ein Pfarrer angesprochen, wo ich hingehe. Ich habe ihm gesagt, dass ich nach Rom gehe und von Österreich bis Ferrara nur 1 einzigen Pilger gesehen habe. Er war sehr enttäuscht und hat sich über die Vernachlässigung der Pilgerwege geäußert. Ich folgte den Camino San Antonio. Manche Wege führen in die Irre, so wie immer. Viele Straßen und verwachsene Feldwege halten mich auf. Ich musste oft meine Socken ausziehen und das ganze dornige Gestrüpp entfernen.
Montag, 17. Juni
Malalbergo nach Bologna
Am Anfang war sehr viel Straße, die meisten Gott sei Dank mit wenig Verkehr. Später auch Schotterwege, einige Wiesenwege und auch sehr schöne Passagen. Ich durchquerte ein wunderschönes, sehr bekanntes Naturschutzgebiet, das Oasi la Rizza in Bentivoglio. Die Füße schmerzten sehr stark. Es war der erste extrem heiße Tag mit mehr als 36 °C.
Dienstag, 18. Juni
Ein gemütlicher Tag in Bologna. Spazierengehen, Sachen organisieren, neue Schuhe bei Asics für die Berge (Apennin) kaufen. Es ist mir gelungen Freunde ausfindig zu machen, welche Elke und ich seit 15 Jahren vergebens gesucht haben, Gianni Santi (79 Jahre) und Ellen Santi (85 Jahre). Es war ein Wunder! Ich hatte eine Eingebung auf den letzten Kilometern vor Bologna und konnte den Sohn ausfindig machen, welcher mir die Nummer seiner Eltern gegeben hat. Ein gemeinsames Abendessen nach so vielen Jahren. Es war „das erste längere Gespräch mit Menschen seit 18 Tagen“. Ich war glücklich, aber auch extrem traurig, dass Elke nicht mit uns war und unsere Freunde nicht mehr sehen konnte.
Mittwoch, 19. Juni
Bologna nach Badolo
Die Ebenen sind vorbei und jetzt geht es „endlich über die Berge“, auf dem „Via Degli Dei – Dem Weg der Götter“ von Bologna nach Florenz. Meine Route sind ca. 135 km und 5800 Höhenmeter in 6 Tagen. Heute die erste Etappe von Bologna nach Badolo, 22 km und ca. 800 Höhenmeter. Es war extrem schwül und heiß mit bis 35°, keine Sonne und immer getrübt. Der erste steile Anstieg zur „Santuario della Madonna di San Luca (eine Kathedrale in den Bergen), mit 3.8km die Längste Arkade der Welt, 666 Bögen, 15 Kapellen und mit unzähligen Stufen. Von dort oben gab es keine Versorgung auf der Strecke in den Apennin. Deshalb brauchte ich 3 Flaschen Wasser und hatte 16 Kg am Rücken.
Donnerstag, 20. Juni
Badolo nach Madonna dei Fornelli
Heute war sehr wenig Sonne, aber es war wieder extrem schwül. Ich bin spät in Madonna dei Fornelli angekommen. Da es keine Zimmer gibt, habe ich meinen Schlafplatz mit Hängematte auf einem wilden Campingplatz gewählt. Das Wetter in der Nacht wird nicht gut sein. Im Ort bin ich auf einige Italiener getroffen, welche die Überquerung über den Apennin machen.
Freitag, 21. Juni
Madonna dei Fornelli nach Sant Agata
In der Nacht war das Wetter nicht gut, windig und kalt. Ich habe um 6:00 Uhr in einem kleinen Kaffee bei einheimischen Arbeitern gefrühstückt. Ich habe mich um 7 Uhr auf den Weg gemacht. Es war immer noch windig und bewölkt. Die Wanderung durch die Natur war wunderschön, unzählige Berge rauf und runter. Viele Pfade waren mit starker Vegetation und dichtem Pflanzenbewuchs. Am Passo della Futa, nach ca. 15 km, habe ich eine Pause gemacht. Meine Entscheidung war nach Sant Agata weiterzugehen, da die Wetterprognose für die nächsten Tage extrem schlecht war. Also, nochmals viele Höhenmeter und schwierigen Passagen, Gesamt waren es dann 32 km, 1300 Höhenmeter rauf und 1500 Höhenmeter runter.
Samstag, 22. Juni
San Agata nach San Piero
Heute wollte ich so weit wie möglich gehen, 34 Kilometer über die Berge in Richtung Florenz. Das Wetter wird in den nächsten zwei Tagen mit sehr starkem Regen und heftigen Gewittern sein. Also, schnell raus aus den Bergen! Auf dem Weg durch das Tal, ca. 6 Kilometer weiter, ist es passiert! Ich war in meinen Gedanken an Elke versunken und bin mit der Stirn und der Nase ungebremst auf den Asphalt aufgeschlagen. Keine Ahnung wie das passiert ist? Der Kopf hat richtig gekracht und das Blut ist wie Wasser von der Stirne und Nase geronnen. Ein Früchtetransporter hat mich gefunden und ins Krankenhaus nach Borgo San Lorenzo gebracht. Dort haben sie meine Stirn mit 5 Stichen genäht und mir eine Halskrause verpasst. Jetzt sitze ich hier fest. Ob ich morgen weiterkann, wegen Kopfschmerzen und/oder schlechtem Wetter, weiß ich noch nicht. In der Nacht wütet ein starker Sturm mit Gewitter und Regen.
Sonntag, 23. Juni
San Piero nach Olmo
Das Wetter am Morgen ist schlecht, leider starker Regen. Laut Wetterbericht sollte es fast durchgehend nass bleiben. Der Kopf und die Stirn schmerzen noch. Nun war es Zeit eine Entscheidung zu treffen, bleiben oder gehen und wie weit? Ich habe mich dann doch entschlossen eine kürzere Route, 20 Kilometer nach Olmo, zu gehen. Der Weg war mit zum Teil sehr steilen Anstiegen. Bei einem Pilgerkreuz habe ich eine Botschaft mit einem Schmetterling für meine Elke hinterlassen.
Montag, 24. Juni
Olmo nach Florenz
Es regnet stark! Ich warte auf Besserung und gehe gegen Mittag bei leichtem Regen los. Kurz vor Florenz ist plötzlich der stärkste Regen seit meiner Wanderung losgegangen, eine wahre Sintflut! Nach 15 Kilometer Starkregen endlich in Florenz, vollkommen durchnässt. Und kaum habe ich die Stadtgrenze überschritten, war der Regen vorbei und die Sonne kam raus. Florenz, eine Stadt die ich liebe und mit Elke oft besucht habe.
Dienstag, 25. Juni
Da ich sehr schnell unterwegs war, gönne ich mir 2 Tage Pause in Florenz. Ich habe mehr als 10 Stunden geschlafen und bin erst um 10:00 Uhr munter geworden. Ich musste meine lädierte Stirn, meine Füße und Blasen versorgen. Anschließend habe ich diverse Erledigungen gemacht. Ich besuchte auch viele Plätze an denen ich mit Elke gewesen bin. Das Gefühl ohne sie zu sein, drückt mir immer wieder Tränen aus den Augen.
Mittwoch, 26. Juni
Noch ein Pausentag in Florenz. Die Ferse schmerzt und ich gehe ohne Rucksack 15 Kilometer durch die Stadt um in Bewegung zu bleiben. Ich war auf der Suche nach einem Tape, welches mir ausgegangen ist. Keine Chance, die Drogerien und Apotheken sind wirklich schlecht bestückt! Ich genieße noch diesen Ruhetag ohne Rucksack.
Donnerstag, 27. Juni
Florenz nach San Casciano in Valdi di Pesa
Leider ist es bewölkt! Ich habe kurz im Wetterbericht nachgesehen und wie es aussieht sollte es um 13:00 Uhr eventuell kurz regnen. Momentan stimmt nicht einmal die Vorhersage vom vorigen Tag! Also los! Am Ende der Stadt komme ich in die Weinberge, Wege über Schotterstraßen, teilweise Waldpfade, einfach unglaublich schöne Passagen. Ein ewig weiter Ausblick über unzählige Berge mit Weingütern und Villen aus Stein ist die Belohnung. Die Unterkunft welche ich in San Casciano gefunden habe, war eine Katastrophe, aber die kleine Stadt ist einfach bezaubernd und wunderschön.
Freitag, 28. Juni
San Casciano nach San Donato in Poggio
Ich bin früh aufgestanden, habe die Füße und Kopfwunde versorgt. Jetzt einpacken und so schnell wie möglich weg von dieser ekeligen Unterkunft! Das Wetter ist super, wolkenlos und bis zu 35 °C. Nach 5 Kilometer endet der gewählte Weg! Es folgen Umwege durch Weinberge, schlammige und nasse Waldpassagen, 10 Kilometer in der Wildnis ohne genauer Orientierung. Bei einer einsamen Kirche treffe endlich wieder mal 2 weitere Pilger, also somit 3 auf der gesamten Strecke seit 28 Tagen. Um 13 Uhr war mein Wasser zu Ende! Der angepeilte Laden war geschlossen und beim einzigen Haus war niemand da. Kein Brunnen, kein Wasser, … Durst, Durst, fast unterträglich und noch 15 Kilometer bei 35°C! Trotzdem bin ich los und nach ca. 1 Stunde finde ich ein wirklich einsames Haus in den trockenen Bergen mit Belgiern. Das war meine Rettung!
Samstag, 29. Juni
San Donato nach Castellina in Chianti
Ich habe eine kürzere Strecke gewählt, da die Temperaturen bis zu 40°C steigen sollten und meine Ferse stark schmerzt. Da die Strecke kurz ist, bin ich erst um 11:30 Uhr zu einem Supermarkt gegangen und habe mir noch Wasser organisiert. Am Abend in Castellina angekommen, habe ich das hübsche Städtchen noch erkundet, einfach wunderschön, vor Allem auch die gute hausgemachte Pasta.
Sonntag, 30. Juni
Castellina in Chianti nach Siena
Die Pilgerwege trennen sich in Castellina und habe mich für den weniger bekannten „Via del Chianti“ entschieden! Der bekanntere „Romea Sanese“ wäre eine Alternative gewesen. Eine sehr schöne Wanderung über Schotterstraßen mit wenig Verkehr und anschließend viele kleine Wege quer durch die Natur. Wunderschöne Ausblicke mit vielen steilen Anstiegen. Teilweise sehr anstrengend. Später hat sich der Romea Sanese mit dem Via del Chianti wieder verbunden. Endlich angekommen in Siena und dort ist die Hölle los. Es ist der Vortag für das berühmte „Palio“, ein Pferderennen wo sich die 12 wichtigsten Clans von Siena messen. Ein Abendlicher Spaziergang durch die Stadt.
Montag, 1. Juli
Heute ist ein Pausentag in Siena. 11 km spazieren, dann ein Krankenhaus finden, welches mir die Nähte aus der Stirn entfernt und einen Physiotherapeuten, welcher meine stark schmerzende Ferse ansieht. Die seit Jahren erkrankte Ferse ist fast am Ende, dick und geschwollen. Meine Achillessehnenentzündung und jetzt auch noch ein Anzeichen einer zusätzlichen Schleimbeutelentzündung. Aber ich muss weiter. Am Abend habe ich die Ferse zur Reduktion meiner Entzündung in einem Eisfach für 1 Stunde gekühlt. Mal schauen wie es morgen geht.
Dienstag, 2. Juli
San Marco / Siena nach Lucignano d’Arbia
Für die nächste Etappe, Siena nach Rom, habe ich mich für den berühmten Frankenweg „Via Francigena“ entschieden. Die Ferse war wieder ein wenig besser. Es war ein heißer, zum Teil schwüler Tag. Eine Zeit lang wanderte ich kleine Straßen hinaus aus der Stadt. Am Ende waren es nur noch Trampelpfade und Schotterstraßen mit einer unglaublichen Aussicht über die toskanische Landschaft. Die Berge sind wieder vorbei, ebenso wie der Weinanbau und Olivenanbau. Man findet nur noch Hügel und Felder mit unterschiedlichen Getreidesorten, Sonnenblumen, etc. Einfach die typische Toskanische Landschaft, traumhaft! Meine Ferse und die mittlere Zehe des rechten Fußes taten schon extrem weh. Aber die Aussicht über die wunderschöne Landschaft entlohnt für die Schmerzen. Man denkt sich die Schmerzen einfach weg.
Mittwoch, 3. Juli
Luciganano d‘Arbia nach Buonconvento
Ich habe mich heute für einen kürzeren Marsch entschieden, da ich gestern Nacht sehr starke Schmerzen in meiner beeinträchtigten Ferse hatte. Die Wanderung war wirklich schön, ebenso wie das Wetter. Aber am Abend in Buonconvento hat es wieder leicht geregnet.
Donnerstag, 4. Juli
Buonconvento nach Bagno Vignoni
Heute wird es wieder ein langer Weg. In einer Apotheke habe ich noch Blasenpflaster und Ferseneinlagen gekauft. Ich war körperlich sehr gut drauf. Die 2 Tage zuvor ist es mir nicht so gut gegangen. Bei km 18 hat mich die Navigation irregeleitet und mir zusätzlich harte 3 km in der hügligen und heißen Prärie abverlangt. Kein Schatten, aber der Ausblick in die toskanische Landschaft ist einfach traumhaft.
Freitag, 5. Juli
Heute mache ich für meine leidgeplagten Füße 1 Tag Pause und nur wenig Bewegung. Dafür genieße ich die heiße Therme. Es gibt auch ein super Frühstück im Hotel Le Terme. Ich habe die Empfehlung bekommen, dass ich mir Bagni San Filippo ansehen soll. Es wäre ein kleiner Umweg, aber es sollte sich lohnen.
Samstag, 6. Juli
Bagno Vignoni nach Bagni San Filippo
Manchmal können 22 km mit 620 Höhenmeter anstrengender sein als 32 km mit 1200 Höhenmeter. Heute war die Hälfte der Strecke mit Pflanzen so verwachsen, dass ich ein Buschmesser gebraucht hätte. Ohne meine Stöcke wäre ich aufgeschmissen gewesen. Mindestens 10 km Trampelpfade im Dickicht! Heute war es zudem extrem heiß und wolkenlos, ohne jeglichen Schatten. Der Anblick der Schwefelthermen in Bagni San Filippo war eine echte Belohnung. Wow!
Sonntag, 7. Juli
Ich gönne mir 1 Tag zum Ausspannen in den heißen Quellen von Bagni San Filippo. Wunderschöne Naturschwefel-Thermen, einzigartig in Europa und ähnlich wie „Pamukkale“ in der Türkei. Alle Blasen aufstechen und stundenlang in den Schwefelquellen baden. Das hilft! Einfach nur entspannen und den Körper regenerieren.
Montag, 8. Juli
Es ist so schön, dass ich mich entschließe noch einen weiteren Tag zu bleiben und die angeschlagenen Füße nochmals in den Tümpeln zu baden. Am Nachmittag gehe ich noch Einkaufen für den Abreisetag.
Dienstag, 9. Juli
Bagni San Filippo nach Radicofani
Eigentlich hatte ich einen Weg von 32 km geplant. Irgendwie habe ich übersehen, dass es nach 12 km diesen wunderschönen mittelalterlichen Ort gibt. Es hat mir so gut gefallen, dass ich mich spontan entschieden habe eine Nacht zu bleiben. Dieser historische Ort ist nahezu unverfälscht und sieht aus wie vor 1000 Jahren. Ich habe ein altes Steinhäuschen im Zentrum zum Übernachten gefunden. Es gibt einen einzigartigen „esoterischen Garten“, wo die Freimaurer eine „15-stufige Steinpyramide“ errichtet haben. Diese steht auf einem heiligen Platz einer etruskischen Kultstätte. Die Burg liegt auf 900 Meter Seehöhe, die Burgspitze fast auf 1000 Meter. Der Berg ist die letzte größere Erhebung vor Rom!
Mittwoch, 10. Juli
Ich bin dort noch für einen weiteren Tag geblieben, um mir die Umgebung anzusehen und die Kultstätten zu besuchen. Beim Frühstück habe ich Paolo und Paula vom Vortag wieder getroffen. Sie wollten wissen, ob ich heute oben auf der Burg schlafe. Das Wetter ist gut und ich werden die Nacht auf Donnerstag in der Hängematte auf der Burg schlafen. Um 18 Uhr habe ich Besuch bekommen, mit Jause und Wein. Ich war einfach sprachlos über diesen sagenhaften Ausblick. Man sieht bereits den Trasimeno See, einen Teil der Insel am Meer und die noch sehr weit entfernte Lichterkuppel von Rom. „Ich bin der Meinung, dass dies der schönste Ausblick in ganz Italien ist!“.
Donnerstag, 11. Juli
Radicofani nach Acquapendente
Das war ein Tag wie bei der Fremdenlegion. 26 km bei einer Temperatur von 39‘C (Start bei 32‘C). 16,5 Kg Rucksack mit 3,5 Liter Wasser. Von den letzten 10km waren 7 km Asphalt. Auf der gesamten Strecke kein bisschen Schatten, kein Shop, Lokal oder Städtchen. Um 14.30 Uhr habe ich die Toskana endgültig durchquert und bin jetzt in Latium. 6 km vor einem geplanten Stopp mit dem Imbiss La Raghette (der war geschlossen) ist mir das bereits heiße Wasser ausgegangen. Der Durst war unerträglich! Es war kein Dorf in der Nähe nur laut Navi nur ein Firmenareal. Ich habe einen Umweg gemacht und gehofft, dass die Firma auch geöffnet ist. Gottseidank, dort haben sie mich mit kaltem Wasser und 1 Schokoriegel versorgt. Das war ein Tag!
Freitag, 12. Juli
Acquapendente nach Bolsena
Meine Nase rinnt. Das ist zum 2. Mal auf der Reise, dass sich ein Schnupfen anbahnt. Schnell eine Clarinase eingeworfen und um 10 Uhr raus. Erst Asphalt und dann endlose Schotterstraßen durch eine sehr schöne Landschaft mit abwechselnden Bepflanzungen und schöne, riesige Sonnenblumenfelder. Gott sei Dank ist es sehr windig, was die Hitze erträglicher macht. Um 17.30 Uhr bin ich in Bolsena am Lago die Bolsena. Ab ins Hotel Columbus, genau dort wo ich mit Elke am 17. August 2016 war. Heute war der 33. Wandertag. Ich esse in einem Restaurant am See, genau am Tisch wo ich mit Elke gesessen bin. Auch hier ist wieder ein Platz mit vielen schönen Erinnerungen und ich bin glücklich aber auch unendlich traurig.
Samstag, 13. Juli
Da ich wirklich sehr schnell unterwegs bin und bis Rom für Ende Juli geplant habe, gönne ich mir wieder 2 Tage Pause. Faulenzen in Bolsena, Umgebung und Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden. Ich bin um 9.30 Uhr zum Frühstück. Anschließend ein Spaziergang durch die Stadt. Die Füße und die Ferse sind ziemlich angeschlagen, aber es sind ja nur noch ca. 200 Kilometer bis Rom.
Sonntag, 14. Juli
Noch ein zweiter gemütlicher Tag in Bolsena. Frühstück um 9.30 Uhr. Um 11.30 in die Stadt und in der Kirche 2 Kerzen, für Elke und für meine Mutter, anzünden. Ich sehe dort wieder mal einen Pilger. Ein Wunder, das ist jetzt die Nummer 4 seit Österreich. Es ist wunderschön in Bolsena und auch die Erinnerungen an Elke, an einem der gemeinsamen schönen Plätze sind in meinem Herzen.
Montag, 15. Juli
Bolsena nach Antica Sosta / Viterbo
Heute hatte ich eine Wanderung mit ca. 30 km und einigen Höhenmetern bei ca. 35°C. Angekommen in Viterbo gleich in das Restaurant Antica Sosta. Ein Bier und anschließend Essen. Zum ersten Mal seit meiner Abreise erlebe ich sehr viele Moskitos! Aua!
Dienstag, 16 Juli
Antica Sosta / Viterbo nach Cura
Ich habe heute 2 Stellen gefunden, wo ich mit meiner Elke 2016 war. Es war eine schöne und sehr heiße Wanderung (37°C) durch alte Steinschluchten mit Straßen und leider wenig Schatten. Die Eindrücke der Natur sind jedoch einzigartig.
Mittwoch, 17. Juli
Von Cura nach Sutri
Aufstehen, Füße tappen, Dehnen, Frühstücken. Um 10.30 Uhr gehe ich los da die Strecke heute nur 22 km ist. Der Start war heute sehr schwer. Hatte wieder ziemliche Schmerzen in der Ferse. Die ersten Kilometer nur langsam humpelnd. Es war aber eine sehr schöne Wanderung. Viele Kilometer waren durch einen wunderschönen Wald, z.T. an einem Bachlauf mit Wasserfällen und durch mehrere Haselnuss-Plantagen. Deshalb war ich ca. 10 km im Schatten. Welch ein Genuss!
Donnerstag, 18. Juli
Von Sutri nach Campagnano di Roma
Am Ende des Städtchens war eine schöne alte römische Arena. Dann ging es ab in die Prärie. Es war sehr heiß und trocken. Ich bin einem armen Schäfer nachgelaufen und habe ihn darauf Aufmerksam gemacht, dass er wahrscheinlich einen seiner beiden Hunde verloren hat. Dieser Riese ist mir begegnet und wahrscheinlich stark verletzt. Ich bin mit dem Schäfer den Hund suchen gegangen. Leider haben wir ihn nicht mehr gefunden. Das macht mich sehr traurig, da ich weiß, wie dringend er seinen Hund benötigt. Heute habe ich die „1.000 Kilometer-Marke“ überschritten. Unglaublich, wie weit ein Mensch mit kleinen Schritten kommt.
Freitag, 19. Juli
Von Campagnano di Roma nach La Giustiniana
In der letzten Nacht habe ich eine gefrorene Wasserflasche geholt, um meine schmerzhafte Ferse zu kühlen. Heute war ein wirklich heißer Tag, mehr als 38’C. Dieser Tag ist mir sehr lang vorgekommen, und es war kein Ende in Sicht. Im Supermarkt habe ich noch 3 Flaschen kaltes Wasser gekauft, da es die nächsten 20 km nichts gab. Heute war auch der letzte Wandertag, bevor ich in Rom bin. Ein seltsames Gefühl überkommt mich, nach so vielen einsamen Zeiten und mehr als 1000 km gehen.
Samstag, 20. Juli.
La Giustiniana nach Rom / Petersplatz
Ich bin relativ bald munter geworden, habe mir aber viel Zeit gelassen. Heute ist der finale, letzte Tag, wo ich in Rom am Petersplatz eintreffen werde.
Viele Wege führen mich durch Stadtnahe und in der Stadt befindliche Parkanlagen, einsam und heiß.
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl nach so vielen Tagen der Wanderung. Ich war 50 Tage unterwegs, hatte 11 Pausentage und 39 Wandertage. „Es waren somit 39 Tage gehen für 39 Jahre Liebe mit meiner Elke“. Dies war nicht geplant, aber so hat es das Schicksal entschieden! Ich bin um „16.45 Uhr am Petersplatz“ eingetroffen. Ein Gefühl der Erleichterung aber auch der Trauer hat mich erfüllt, ein Abschluss eines für mich sehr wichtigen Weges. Tränen der Trauer und Freude liefen über mein Gesicht, es doch geschafft zu haben. Meine Ferse ist am Ende und ich bin auch etwas müde vom vielen Gehen, aber viel mehr innerlich als physisch.
Sonntag 21. Juli bis Montag 22. Juli
Eine Pause in Rom
Ich wohnte für 3 Nächte im selben Apartment, ca. 300 Meter vom Vatikan entfernt, und schlief sogar im selben Bett, in welchem ich mit Elke 2016 geschlafen habe. Es machte mich traurig, da ich ein Bild auf meinem Handy gefunden habe, wo sie auf dem Bett lag und mir zulächelte. Ich versuchte jedoch glücklich zu sein, da ich die schöne Zeit mit ihr genießen durfte.
Dienstag, 23. Juli
Rom Petersplatz nach Frascati
Dieser Weg war mein Wunsch, da ich das Lieblingshotel von Elke besuchen wollte, wo wir mehrere Male einige Tage Urlaub verbracht haben. Ich dachte, dass der Weg kürzer ist. Erst durch einen Teil der Stadt, anschließend in einen Park. Es war Alles sehr trocken. Dann wieder Straßen in den äußeren Vororten von Rom. Ein mühsamer Weg, da für mich eigentlich Rom der Abschluss war. Aber um 18 Uhr bin ich dann in Elkes Lieblingshotel, Hotel Mercedes in Frascati angekommen. Jetzt ist es endgültig vorbei, ein finaler Abschluss meiner Reise. 1.070 Kilometer und jetzt ist auch Schluss mit Wandern!
Urlaub vom 23. Juli bis 10. August
Urlaub und Entspannung in Frascati und Lido die Ostia
Samstag, 10. August
Heute war die Abschiedsfeier von Elke. Meine Söhne Raphael und Christopher, mein Enkel Lauri, Schwiegertochter Sophie und viele Freunde sind zur Abschiedsfeier am Lido die Ostia nach Rom angereist. Es war ein freudiger und auch sehr schmerzvoller Tag. Es war ein wunderschönes Beisammensein und alle haben die Asche aus einem Schmetterling in die Weiten des Meeres verstreut, in der Erinnerung an meinen geliebten Schatz. Genauso wie Elke es sich gewünscht hat. Flieg mein Schmetterling, flieg – bis wir uns eines Tages wiedersehen.
DANKE ELKE!
Mein Liebling, ich vermisse Dich an meiner Seite sehr. Ich möchte Dir sagen, wie glücklich ich mit Dir war und auch, dass es noch so Vieles gibt, was ich noch mit Dir gemeinsam machen wollte. Aber ich bin im Glauben, dass Du mich manchmal beobachtest und wir uns eines Tages wieder sehen werden.
Danke für die vielen Jahre Deiner Liebe zu mir.
Du wirst immer in meinem Herzen sein.
Verbundene Seelen fliegen gemeinsam.
Bernhard
Eine Erinnerung an Dein Leben
Ich möchte, dass Deine Zeit auf Erden, Dein Wirken und Alles was Du getan hast, auch für Menschen weiterlebt. Die lange Reise im Herzen mit Dir, hat mich auf viele Gedanken gebracht, vor Allem jenen, dass ich Deinen Wunsch nach einer gemeinnützigen Stiftung für soziale Projekte jetzt ins Leben rufen muss – Die „Elke Schark Stiftung“. Auch das Projekt „Die Welt in Kunst“ ist durch mein Gehen, Stehen und Bewundern der Natur, den Bauten und der Kunst entstanden. Du hast mich inspiriert! Jeder Schritt war wie die Bewegung von einem Bilderrahmen zu einem Anderen, mit stetig neuen Eindrücken und fortlaufender Veränderung.
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